Warum lehnt die SPD Fraktion Lindlar das Wohnbaugebiet „An der Jugendherberge“ ab?

Veröffentlicht am 03.10.2018 in Ratsfraktion

Ein Statement unseres Fraktionsvorsitzenden Michael Scherer

Um eines vorweg zu nehmen:
Die SPD Fraktion in Lindlar ist, wie auch die meisten im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzeptes (GEK) befragten Bürgerinnen und Bürger, für die maßvolle und behutsame Schaffung von Wohnraum. Ein Wohnbaugebiet von mehr als 7 ha Land und über 70 geplanten Einfamilienhäusern kann man nun wirklich nicht als maßvoll und behutsam bezeichnen. Was die Bürger/-innen in Lindlar wünschen, ist offensichtlich der CDU und ihrem Bürgermeister egal. Man möchte ein Wohnbaugebiet schaffen, dass mehr als 70 Eigentümern ein schönes Einfamilienhaus in Lindlar bietet. Ob das Gebiet aus städtebaulicher Sicht sinnvoll erscheint, ob die Bürger/-innen es überhaupt wollen und ob es nicht auch noch andere Menschen in Lindlar gibt, die dringend Wohnraum suchen, das interessiert die CDU Ratsmehrheit und Herrn Dr. Ludwig scheinbar nicht.


Unser Sprecher im Bau- und Planungsausschuss Lutz Freiberg sagte im letzten Ausschuss: „Dieses Baugebiet widerspricht allen Erkenntnissen einer modernen Quartiersentwicklung und ist ein Musterbeispiel, wie man Bebauung auf keinen Fall planen sollte. Eine Schachbrettplanung, die möglichst viele Häuser auf der vorhandenen Fläche plant, die aber die bisherige, gewollte Trennung zweier Ortsteile völlig ignoriert und aufhebt und in der durch eine sehr hohe Verdichtung der ländliche Charakter Lindlars auf der Strecke bleibt.“


Der Fraktionsvorsitzende Michael Scherer führte weiterhin aus: „Der eigentliche Skandal an diesem Wohnbaugebiet ist doch, dass nicht eine einzige Wohnung/ nicht ein einziges Objekt im Bereich des bezahlbaren Wohnraums geplant ist. Die in Lindlar heute und zukünftig dringend benötigten Pflegekräfte, die Auszubildenden, die Menschen aus dem Dienstleistungsbereich und die vielen Rentner/-innen, die nicht so viel Einkommen haben, um die schon jetzt sehr teuren Wohnungen in Lindlar zu bezahlen, werden keine Wohnung finden. Auch diesen Menschen muss Lindlar eine Heimat bieten können, denn sie haben ein Recht darauf in Lindlar zu wohnen und sie werden heute und in Zukunft in Lindlar dringend gebraucht.“

 

Die SPD Fraktion in Lindlar fordert daher: Wenn Privatinvestoren für diese Menschen keine Wohnungen bauen, dann ist gerade die Gemeinde und die ihr gehörende BGW GmbH aufgefordert, für diese Menschen Wohnraum zu schaffen.


Die CDU hat im letzten Bauausschuss angemerkt, dass das Verfahren in der jetzigen Form von den Bürgerinnen und Bürgern und natürlich auch noch vom Gemeinderat gestoppt oder verändert werden könnte. 


Aus diesem Grunde lauten die weiteren Forderungen in Richtung CDU Ratsmerheit und Bürgermeister Dr. Ludwig:
- Überdenken Sie die vorhandenen Pläne und lassen Sie uns gemeinsam mit den Menschen in Lindlar noch mal über eine moderne Städteplanung/ Quartiersentwicklung ähnlich dem Beispiel in Altenlinde nachdenken.
- Nehmen Sie die Bürger/-innen auf dem Weg zu neuem Wohnraum mit. Die von den Menschen gemachten Anregungen sollten auch berücksichtigt werden, sonst können wir das Gemeindeentwicklungskonzept direkt wieder in die Schublade legen.
- Achten Sie bitte auch auf die Menschen, die sich nicht mal soeben ein Einfamilienhaus in guter Lage kaufen können. Wir möchten auch diesen Menschen eine Zukunft in Lindlar bieten. Sie sind es mehr als wert und wir brauchen sie auch in und für unsere Gemeinde

 

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